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Der Ölmulti BP will 4 Milliarden Euro in Brasilien investieren, um aus Zuckerrohr Ethanol zu produzieren. Die erste Ethanolfabrik wurde bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommen, eine zweite befindet sich in Planung. Mit Ethanol lässt sich zurzeit viel Geld verdienen. Es wird Autokraftstoffen beigemischt, um als vermeintlicher „Bio-Sprit“ die Klimabilanz zu schönen. Die dafür benötigten riesigen Zuckerrohrmonokulturen zerstören in Brasilien die Savannen des Cerrado und die Regenwälder.
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„Monsanto wusste, wie giftig die Stoffe sind"
Marie-Monique Robin über die Machenschaften eines US-Biotech-Konzerns.
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Frau Robin, in Ihrem neuen Buch und Ihrem Film berichten Sie, wie der Konzern Monsanto seit Jahrzehnten Chemikalien und genveränderte Pflanzen auf den Markt bringt, obwohl er weiß, wie schädlich sie sind. Es wird vertuscht, bestochen, erpresst und verleumdet. Was hat Sie selbst am meisten schockiert? Die Geschichte vom PCB. Bis in die 80er wurde es 50 Jahre lang etwa als Isoliermittel in elektrischen Transformatoren benutzt. Monsanto hatte alle Daten, wusste, wie hochgiftig dieser Stoff ist - und hat dies nicht nur vor den Behörden, sondern auch vor den eigenen Mitarbeitern verschleiert. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Die Herbizide, die in Agent Orange steckten, aktuell das Herbizid Round up - die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Es gibt ein Dokument des Konzerns, das jeder im Internet lesen kann, in dem sinngemäß steht: „ Wir können es uns geschäftlich nicht
leisten, auch nur einen Dollar zu verlieren." Das bringt die Haltung von Monsanto auf den Punkt. Warum lassen die Behörden Monsanto gewähren? Der Konzern hat an den richtigen Positionen der US-Kontrollbehörde für Lebens- und Arzneimittel FDA eigene Mitarbeiter sitzen. Nicht zuletzt dadurch ist es ihm gelungen, in der Agrarpolitik der USA das Prinzip der„substanziellen Äquivalenz" durchzusetzen. Was besagt dieses Prinzip? Es besagt, dass eine gentechnisch veränderte Pflanze der konventionellen entspricht. Deshalb braucht man keine Umweltverträglichkeitsprüfung, um die veränderte Pflanze auf den Markt zu bringen. Wie mir ehemalige Mitarbeiter der FDA bestätigt haben, hatte dies keinerlei wissenschaftliche Basis, sondern war eine rein politische Entscheidung. Ich habe Michael Teller, erst Rechtsanwalt von Monsanto und dann bei der FDA angestellt, interviewt. Er hat das Gesetz 1992 geschrieben, das in der Folge weltweit als Basis für ähnliche Regelungen diente. Wie sieht es in Europa aus? Hier hat Monsanto doch keine Leute in den Behörden sitzen, oder?
Doch, bei uns herrscht im entscheidenden Gremium, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, der gleiche Interessenkonflikt. 80 Prozent der Wissenschaftler dort arbeiten für Monsanto und andere Saatguthersteller wie Syngenta oder Bayer CropScience. Wie reagiert Monsanto auf Ihre Enthüllungen?
Ich hatte befürchtet, dass mir Ähnliches blühen könnte wie der US-Journalistin Jane Akre, die ihren Job verlor und jahrelang Prozesse führen musste. Aber bei mir kam bis jetzt keine Reaktion. Ich glaube, dass der weltweite Erfolg von Buch und Film ein guter Schutz ist. Außerdem sind alle meine Informationen absolut wasserdicht. Ich nehme an, ich bin schlicht nicht angreifbar.
Gutachten eines Baumdoktors
Betr.: 6 Robinien an der Kirche Glashütten
Vorbemerkung:
o Der Beauftragte führte auf Bitten von Hr. Günter Schmunk am 03.03.2008 ein Ortsbesichtigung durch.
o Die Grundfrage die es zu beurteilen galt war: Sind die 6 Robinen oder einzelne davon aufgrund parasitärer oder mechanischer Beeinträchtigungen oder auf Grund grundsätzlich deutlich nachlassender Vitalität (biologische Altersgrenze) aktuell in einem Zustand, der Ihre Fällung angeraten scheinen lässt?
o Das nachfolgende Ergebnis der Geländeaufnahme wird der Unteren Naturschutzbehörde des HTK in Kopie zur Kenntnis überstellt.
Beobachtungen:
o Der erste Baum vorne links weist eine problematische Neigung zur Straße hin auf.
o Im zweiten Baum links hat sich ein Stämmling in der Krone gebildet, der in Konkurrenz zur Terminale steht und eine statische Unausgewogenheit in der Krone verursacht. Dies vor allem deswegen, weil er sich sehr weit vom Hauptstamm abneigt. Zwei weitere Hauptäste weisen eine ähnliche Tendenz auf.
o In drei Bäumen sind offene Längsrisse in der Rinde zu erkennen, ebenso nicht fachgerecht versorgte Astabbrüche.
o Alle Bäume weisen in vergleichsweise geringem Umfang Totholz auf.
o Auffällig sind außerdem teilweise bereits sehr langgewachsene Astzwiesel an den
Astabschnitten, die vor wenigen Jahren offensichtlich systematisch durchgeführt wurden.
Gesamtburteilung
o Trotz des Sturmtiefs „EMMA" vom vergangenen Wochenende lagen im Bereich der 6 Robinien keinerlei Äste. Auch Astabbrüche in den Kronen waren nicht festzustellen.
o Da auch die Wurzelanläufe der Bäume größtenteils intakt sind, deutet somit alles auf eine grundsätzlich ausreichende Standsicherheit der Bäume hin.
o Einige Stämme der Bäume weisen zwar Stammwunden auf. Dennoch konnten keine tiefreichenden Faulstellen festgestellt werden. Die Restwandstärken bei den beiden augenfällig geschädigten Stämmen dürften ausreichend groß sein um eine Bruchgefahr zu verhindern.
o Deutlich zu erkennen ist bei allen Bäumen eine meist üppige Kallusbildung zum
Wundverschluss bzw. zur statischen Sicherung von schweren Ästen. Dies deutet auf eine ausreichend gute Vitalität der Bäume hin.
Maßnahmen-Empfehlung:
o Vor allem die beiden Bäume am Eingang links sollten kurzfristig baumpflegerisch behandelt werden, d.h. Entlastungsschnitt bzw. Absetzen von statisch kritischen Starkästen
o In allen Bäumen ist ferner im Interesse der öffentlichen Sicherheit Totholz zu beseitigen. o Stummel von abgebrochenen Ästen sollten fachgerecht beigeschnitten werden.
o Schließlich wäre es angezeigt die Zwieselbildungen und Wasserschosse in den Bäumen auf das für das Baumbild notwendige Maß zu reduzieren.
Abschließendes Fazit:
o Die wahrscheinlich ca. 100jährigen Robinien haben zwar den Zenit ihrer Lebenserwartung, die für Robinien nur bei günstigen Standortbedingungen mit bis zu 200 Jahren veranschlagt wird, überschritten.
o Dennoch deutet alles darauf hin, dass die Bäume an diesen exponierten Standort bestens adaptiert sind.
o Akute Gründe für eine Fällung lassen sich nicht erkennen.
o Durch turnusmäßige baumpflegerische Maßnahmen (Rückschnitt, Entlastung,
Totholzbeseitigung) kann die Verkehrssicherheit dauerhaft hergestellt werden und lassen sich die Bäume noch viele Jahre an diesem Standort erhalten.
DER BEAUFTRAGTE - Dendrologie -
GRÜNE fordern GENTechnik - Fördergesetz
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entspricht nicht
der Vorstellung eines Staatsministers im Taunus
NATURSCHUTZ
Derzeit werden in Hessen täglich zwischen 5 bis 6 Ha an Fläche versiegelt. Das sind im Jahr etwa 2.000 Ha Dies entspricht einer Größe von 2.850 Fußballfelder im Jahr, die nur in Hessen der Natur entrissen werden.
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 2006-06-13 15:05:14
SILBERBACHTAL: PFLANZENPARADIES VOR DER HAUSTÜR
Von Matthias Eisdörfer
Schloßborn. Ein wunderschönes Fleckchen Erde - man könnte sagen, direkt vor der eigenen Haustür - und doch kennt es kaum jemand: Nur eine kleine Lichtung, zwei blühende Bäume darauf, üppiges Gras, sportlich hüpft ein Frosch mittendurch. Eine Fundgrube an seltenen Pflanzenarten, und damit ein wichtiger Untersuchungsgegenstand für Sabine Bojanowski. An diese und andere schöne Stellen bei Schloßborn führte die Frankfurter Geobotanik- und Ökologiestudentin dieser Tage eine 25-köpfige Gruppe auf einer naturwissenschaftlichen Exkursion ins Silberbachtal. Von dem Tal der Neumühle aus startete die Prozession, an der neben zahlreichen Anwohnern aus der Umgebung auch einige Frankfurter Kommilitonen von Bojanowski teilnahmen, auf einer Wiese mit einer sehr durchwachsenen Geschichte. „1995 wurde hier ein recht lückenhaftes Gutachten erstellt, bei dem eine ganze Menge rote-Liste-Arten übergangen wurden", erklärte Bojanowski eingangs. „1997 wurde das Gebiet als Naturschutzgebiet anerkannt. Ich arbeite nun an meiner Diplomarbeit, mit der ich die Lücken des ersten Gutachtens schließen will." Bis 1997 hatten Wiesen wie diese viele verschiedene Arten von Kultivierung hinter sich. „Teile wurden sehr stark gedüngt, andere waren Weideland. Durch eine Vielzahl weiterer Nutzungen ist die Wiese heute sehr mosaikartig gestaltet, und man findet an verschiedenen Abschnitten verschiedene Arten von Vegetation." Bojanowski zeigte im Laufe der Führung immer wieder verschiedenste Pflanzenarten auf, wie etwa das wollige Honiggras, dessen Blätter besonders weich sind. Das Vorkommen von Pflanzen lässt viele Rückschlüsse zu: „So zeigt die Stellaria Holostea, die Große Sternmiere, dass eine Wiese wenig genutzt wurde." Andere Pflanzen seien „Dünganzeiger": „Das sind oft Pflanzen, die noch im Altertum als Raritäten angesehen wurden. Durch Mineraldünger sind sie heute zum alltäglichen Anblick geworden." Im Wald verläuft der Silberbach, an dessen Ufer immer wieder kleine Lichtungen sind. „Hier wird praktisch nie gemäht, einfach, weil man mit dem nötigen Gerät kaum Zugang zu der Lichtung und der Wiese hat", erklärte die Referentin an einer solchen Stelle. „Dies ist eine magere Wiese, auf der früher Orchideen gewachsen sind - aber ohne Mähen ist das nicht mehr drin." Die Führerin ließ sich von ihrer Kommilitonin Katharina Schumann, ebenfalls Diplomandin in Frankfurt, assistieren: Sie pflückte regelmäßig Pflanzen, an denen Bojanowski ihr ausführliches Konzept illustrierte. Oft sprangen Teilnehmer mit eigenem Wissen über die Fauna ein, halfen mit wissenschaft-lichen Namen von Pflanzen nach oder brachten eigene Exemplare mit, so wie ein Teilnehmer, der ein Exemplar der Gewöhn-lichen Akelei in voller lila Blüte mit sich führte. „Wir leben hier in einer schönen und reichen Landschaft", sagte ein Schloss-borner Bürger, der sich in der Gemeinde engagiert und deshalb an der Wanderung teilnahm: „Uns liegt daran, die Natur mit ihrem Flair aufrechtzuerhalten und auch eine Fortentwicklung zu währleisten." Untergraben werden solche Pläne durch Fälle wie den eines Privatmannes, der an einer Kreuzung im Wald ein Haus errichten lassen hat: „Neben dem Haus hat er auch zwei Fischteiche angelegt", so Bojanowski. „Schon das ist eigentlich nicht erlaubt. Noch weniger gern sehen wir, dass er in der Zwischenzeit eine ganze Menge Fichten fällen und verbrennen lassen hat. Die Aschen sind hier noch deutlich zu sehen." Die Wanderung ging oft querfeldein und durch den Wald, unter Bäumen hindurch, über Bachläufe zu Fleckchen, von deren Existenz viele Teilnehmer zuvor nicht mal etwas geahnt hatten. An einem dieser Orte fanden sich sogar Orchideen in Blüte. Seit 2005 arbeitet die Studentin an der Erfassung des Gebiets, in dem sie einen großen Teil des Sommers verbracht hat. Dass sie nun praktisch jeden Winkel und jede biologische Beschaffenheit kennt, stellte sie am Sonntag unter Beweis. Nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ein ausführ-liches Gutachten über das Silberbachtal auf dem Tisch liegt, verfasst von Sabine Bojanowski
2006-04-22 12:59:36
Naturgemäßer Obstbaumschnitt
Damit sich Ihre Bäume u. Gehölze immer im physiologischen Gleichgewicht befinden, aber trotzdem optimal tragen, beraten wir Sie gerne ! Ruf-Nummer 06082-930337
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